Die praktische Umsetzung eines Konzeptes

  

Mit einem gründlich ausgearbeiteten Konzept ist es schon fast kinderleicht, einen Natur- oder Waldkindergarten zum Laufen zu bringen. Wenn Erzieher in anderen Waldkindergärten hospitiert haben, ist der Anfang wesentlich leichter als man gemeinhin annehmen mag. Trotz alledem ist für die Erzieher eine Weiterbildung unerlässlich. Das gilt hier in einem wesentlich besonderen Rahmen als vielleicht in anderen Einrichtungen, da in einem Waldkindergarten nicht nur die Kinder zu betreuen sind, sondern auch die Umwelt in einem noch nie da gewesenen Maß mit einbezogen wird und auch muss.

Aber wie denn nun?

Zuerst kann man sich ja überhaupt nicht vorstellen, bei Temperaturen um 0° Celsius ca 4 Stunden, auch bei Regen und Wind, durch die freie Natur zu laufen (gehen sie mal selbst nachmittags bei möglichst schlechtem Wetter abseits markierter Wege durch den Wald, dann wissen sie wohl so ungefähr, was ich meine). Sie werden feststellen, ob ihre Schuhe und ihre Kleidung taugen. Und da sind wir schon beim wichtigsten Thema: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Dank der ebenfalls zur Zeit stark boomenden Treckingbewegung gibt es aber sehr gute Bekleidung, die uns, und vor allem unsere Kinder im Wald vor Wind und Wetter schützen kann. Als Schuhe kann ich eigentlich nur Bergstiefel empfehlen, und da auch nur die etwas teureren Markenprodukte. Dennoch muss das Leder ständig gepflegt, d.h. kräftig eingefettet werden. Bis auf das Einfetten gilt das natürlich auch für die Kleidung. Erstes Ziel eines jeden Natur- oder Waldkindergartens sollte es sein, Sponsoren zu finden, die in der Lage sind, vernünftige Schutzkleidung für die lieben Kleinen zu finanzieren. Diese Ausgabe macht sich aber auf jeden Fall bezahlt. Schon allein aus dem Grund, dass diese Kleidung länger als drei Jahre hält und sich an nachfolgende Kindergartenkinder weitergeben lässt (Adressen im Anhang).

Und so könnte ich jetzt noch Seitenlang weitermachen, das würde aber den Rahmen dieses Infos sprengen. Ich möchte hier auf einige spezielle Veröffentlichungen verweisen, die in diesem Thema besonders gut weiterhelfen:

„Der Waldkindergarten“ von Ingrid Miklitz, erschienen bei Luchterhand, ISBN 3-472-03943-4

„Kinder unterm Blätterdach“ von R. Michael-Hagedorn und K. Freiesleben, erschienen bei borgmann publishing GmbH, ISBN 3-86145-184-0

„Waldkindergärten“ von S. Köllner und C. Leinert, erschienen bei RIWA-Verlag, ISBN 3-932374-05-3

Geschäftsstelle BvNW Flensburg/Handewitt

 

 Kann ich das denn auch? 

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